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10 Tipps für eine erfolgreiche Online-Marketing-Strategie

Vielleicht wollen Sie erstmalig das Internet für den Absatz nutzen oder Sie betreiben einen Online-Shop, den Sie optimieren wollen. Sie brauchen auf jeden Fall eine Online-Marketing-Strategie, die Ihren Bedürfnissen angepasst ist. Marketing ist bekanntlich grundlegend für Kaufentscheidungen von Konsumenten. Die Strategien dienen dazu, sie zum Kauf Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung zu bewegen. Unsere 10 Tipps helfen Ihnen, die für Ihr Unternehmen passende Online-Marketing-Strategie zu entwickeln.

1. Analyse der Zielgruppen

Leider wird diese oft vergessen, das betrifft online wie offline Strategien. Viele Firmen gehen davon aus, dass Kunden sie schon finden werden. Sie fürchten sogar, dass sie mögliche potenzielle Kunden nicht erreichen, wenn sie ihre Online-Marketing-Strategie auf einen bestimmten Kundenkreis abstimmen. Aber wie wollen Sie mögliche Kunden ansprechen, wenn Sie die „Buying Personas“ nicht kennen?

Natürlich reicht es nicht aus, die Strategie ausschließlich den bestehenden Kunden anzupassen, denn Sie wollen Neukunden gewinnen. Aber eine Orientierung, wo Sie potenzielle Käufer finden können, liefern Ihre bestehenden Kunden auf jeden Fall. Aber kennen Sie diese? Was wissen Sie über Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen Ihrer Kunden? Eine Recherche dieser Fakten ist hilfreich für Ihre künftige Online-Marketing-Strategie.

2. Überblick über mögliche Marketing-Kanäle verschaffen

Wir von List and Sell sehen immer wieder, dass viele Firmen recht wahllos zwischen unterschiedlichen Kanälen wechseln. Sie geben Geld für Werbung aus, die sie nichts kosten müsste, wenn sie eigene Kanäle nutzen würden. Ratsam ist, im Rahmen einer gezielten Online Marketing Strategie die Kanäle in drei Klassen zu unterteilen

  • „Owned Media“: Ihre eigenen Medienkanäle vernachlässigen viele Unternehmen. Statt in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, die dem Unternehmen gratis zur Verfügung stehen, aktiv zu werden, kaufen sie Blogbeiträge oder schalten Werbung. Auch die eigene Webseite eignet sich ausgezeichnet, um die Präsenz im Netz zu erhöhen. Das gilt besonders für das Content Marketing.
  • „Earned Media“, also eine Medienpräsenz, die Sie sich durch Ihre Leistung verdient haben, wird auch oft vernachlässigt. Verfassen Sie regelmäßig Pressemeldungen und bitten Sie Ihre Kunden, Ihre Leistung zu bewerten. Ein positives Feedback in den sozialen Netzwerken oder bei Bewertungsportalen schafft Vertrauen in Ihre Produkte und Ihren Service.
  • „Paid Media“ ist ein Marketing Kanal, auf den sich besonders unerfahrene Marketing Manager stürzen. Sie geben viel Geld aus für Google Ads, kostenpflichtige Beiträge in sozialen Netzwerken oder gesponserte Beiträge auf externen Websites (Native Advertising) ohne zuvor die günstigeren online Marketing Kanäle in einem sinnvollen Umfang zu nutzen.

3. Die Customer Journey kennen

Früher betrachtete man den Kaufakt als einen Art Trichter (Purchase Funnel). Der Kunde durchläuft die Phasen Awareness (Bewusstsein), Familiarity (Vertrautheit), Consideration(Erwägung) und Purchase (Kauf) sowie Loyalty (Bindung). In der 1. Phase befasst er sich allgemein mit den Produkten, dann verengt sich der Fokus auf bestimmte Marken oder Eigenschaften, unter denen er eine Vorauswahl trifft. Erst in der und schließt er bestimmte Marken und Produkte aus. Im Anschluss befindet sich der Kunde in der „Consideration“-Phase, in der er Vor- und Nachteile abwägt, bevor er sich zum Kauf entschließt und dem Anbieter treu bleibt.

So geradlinig laufen die Entscheidungsprozesse in der heutigen Zeit nicht ab. Daher spricht der Marketingfachmann von der Customer Journey, die in

  • Vorkaufphase, in welcher der Kaufwunsch entsteht, in dem das Bedürfnis des Kunden durch einen Impuls oder Trigger angeregt wird. Auf den initialen Impuls befasst sich der Kunde mit dem Produkt, den Alternativen und den Verkäufern.
  • Transaktionsphase, in welcher der Kauf erfolgt. In die Entscheidung fließen die Kaufabwicklung, die Lieferung und der weitere Service ein.
  • Nachkaufphase, in welcher der Kunde das Produkt oder die Dienstleistungen nutzt und Erfahrungen sammelt. Er kann diese durch Bewertungen in Portalen oder Kommentaren in sozialen Netzwerken teilen.

Da dem Kunden einen Vielzahl von Möglichkeiten offen stehen, die er problemlos nutzen kann, gewinnen die Transaktionsphase und die Nachkaufphase an Bedeutung. Sie können beispielsweise durch Beiträge bei Facebook oder Instagram einen starken Kaufwunsch wecken, der aber einem Konkurrenten zu mehr Umsatz verhilft, weil dessen Kaufabwicklung einfacher gestaltet ist als Ihrer. Die Nachkaufphase entscheidet, ob andere Konsumenten zu Ihren Kunden werden, denn nur wenn Kunden Ihre Zufriedenheit öffentlich im Internet äußern, verhilft dies zu Neukunden.

Erfolg durch Social Media

4. Eine eigene Digital-Strategie entwickeln

Das digitale Marketing erfordert andere Strategien als offline Marketing. Die digitale Welt ist schneller und kurzlebiger. Tatsache ist, dass User im Netz innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob sie ein Thema interessiert. Alle Online Marketing Maßnahmen müssen auf diese Tatsache abgestimmt sein. Bei allen digitalen Marketingstrategien ist daher der erste Eindruck entscheidend. Übliche Planungszyklen von 12 bis 24 Monaten sind für das digitale Marketing zu langsam und zu schwerfällig.

Je nach den genutzten Online Marketing Kanäle sind Entscheidungen nach wenigen Tagen bis Wochen erforderlich. Sie müssen natürlich nicht wöchentlich eine komplett neue Marketingstrategie online erstellen, aber kleinere Korrekturen sind in der Regel zu Beginn auch wöchentlich erforderlich. Tools wie Google Analytics helfen, die Qualität Ihrer Strategien zu beurteilen.

5. Das Content-Marketing klug nutzen

Content Marketing bedeutet wertvollen und relevanten Inhalt regelmäßig zu erstellen und zu verteilen. Ziel ist es, die klar definierte Zielgruppe anzuziehen, zu binden und zu einer Handlung zu veranlassen, die dem Unternehmen nutzt.

In der Regel sollen potenzielle Kunden zu Neukunden werden und bestehende Kunden an das Unternehmen gebunden werden. Im Idealfall schaffen Sie dies mit guten SEO Texten, die gleichzeitig das Ranking in Suchmaschinen verbessern. Aber auch ohne SEO Optimierung ist Content Marketing sinnvoll. Sie können beispielsweise Content in Form einer Fortsetzungsgeschichte liefern, der Interessenten regelmäßig folgen.

6. Einen funktionierenden Online Shop betreiben

Viele unserer Kunden haben bereits einen Online Shop. Dieser ist meistens organisch mit dem Betrieb gewachsen. Das ursprüngliche gewählte Shopsystem „von der Stange“ wurde nach und nach mit Zusatzfunktionen überladen. Zahlreiche neue Produkte oder Leistungen erforderten eine gute Suchfunktion, immer neue Zahlungssysteme und Gutscheinfunktionen machten die Abwicklung der Käufe schwierig. Das System wurde immer langsamer. Wie erwähnt, gewinnen Shopping- und Zahlungssysteme, die einfach zu bedienen sind, an Bedeutung.

Außerdem zeigte sich im Alltag, dass neben dem Shop auch auf Plattformen wie eBay, Amazon oder Facebook verkauft wird. Kurz, der Aufwand, um das Sortiment auf dem aktuellen Stand zu halten, wurde immer größer. Außerdem stieg die Absprungrate, weil Kunden vom langsamen Shopsystem genervt, den Einkauf abbrachen. Unsere Lösung: Das Afterbuy Shop Design, um einen zeitgemäßen Online Shop zu betreiben.

7. Ohne Suchmaschinenoptimierung (SEO) keine erfolgreiche Online-Marketing-Strategie

Auch die besten Online Marketing Maßnahmen bleiben wirkungslos, wenn niemand sie bemerkt. Daher ist bis auf wenige Ausnahmen eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich. Heute geht es bei SEO nicht mehr darum, viele Schlüsselwörter in einem Text unterzubringen. Moderne Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Zusammenspiel von Content Marketing, Videos und einer großen Verbreitung in sozialen Netzwerken.

Dabei ist das Entertainment nicht zu unterschätzen, denn die Verweildauer der User auf Ihrer Seite hat Auswirkung auf das Ranking. Besucher müssen also in wenigen Sekunden von Ihrem Internetauftritt gefesselt sein, um auf der Seite zu bleiben und dort etwas finden, das sie zum langen Verweilen darauf veranlasst.

Digital-Strategie entwickeln

8. Erfolg durch Social Media Marketing

Sie haben in den sozialen Netzwerken verschiedene Optionen, Ihr Unternehmen und Ihre Produkte zu bewerben.

Ein eigener Auftritt bei Twitter, Facebook, Instagram oder YouTube kann kostenlos sein, aber Sie sollten lieber die Hilfe eine Profis in Anspruch nehmen. Es ist sehr zeitaufwendig, die Seite immer mit neuem interessanten Content zu versorgen. Beim Social Media Marketing erzielen Sie gute Erfolge mit hochwertigen Videos, diese lassen sich aber nicht nebenbei produzieren.

Der Einsatz von bekannten Influencern, die viele Follower haben, ist mit Sicherheit die beste Methode den eigenen Umsatz zu steigern. Diese haben in der Regel aber einen relativ hohen Preis.

9. Verkäufer und Tippgeber einsetzen

Der erste Schritt der Customer Journey ist, dass ein Kaufwunsch im Kunden entsteht. Dieser Impuls kann spontan erfolgen, beispielsweise, weil das Smartphone seinen Geist aufgibt. Sie können ihn aber auch gezielt wecken, indem Influencer von Ihrem Produkt schwärmen oder auf Webseiten über diese ausgiebig berichtet wird. Idealerweise sind es Seiten, die ohnehin stark von Ihrer Zielgruppe besucht werden. So bietet sich ein Online-Magazin für Senioren an, um erfolgreiches Affiliate Marketing für Treppenlifter zu machen.

Diese Form des Marketings hat entscheidende Vorteile, denn auf den Seiten berichten „neutrale“ Beobachter, „Tester“ oder einfach Konsumenten ausführlich über ihr Produkt. Ein Link auf der Seite führt direkt zu Ihrem Shop. Der Impuls, das Produkt besitzen zu wollen, wird also von umfassender Information begleitet. Der Konsument neigt daher wenig dazu, sich auch aus anderen Quellen zu informieren. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kosten, denn Affiliate Marketing verursacht ausschließlich im Erfolgsfall Kosten. Nur wenn ein User über den Link auf der Seite des Partners in ihren Shop gelangt und etwas kauft, ist eine Provision fällig. Gute Marketing Manager verzichten daher nie auf diese Art des Marketings.

10. Google Ads: der sichere Weg zu einer guten Platzierung

Im Idealfall hat die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Ihre Seite auf die ersten Plätze bei den organischen Suchergebnissen gebracht. Die Unterstützung durch das Social Media Marketing und Affiliate Marketing, mit einer großen Anzahl von externen Seiten, erweckt den Anschein, dass Sie keine Google Ads Kampagnen brauchen. Falsch, denn niemand macht auf Dauer alles richtig und die Konkurrenz schläft nicht.

Verzichten Sie daher nicht leichtfertig auf die Conversions, die Ihnen Google Ads einspielt. Nutzen Sie unbedingt Google Analytics, um die Effektivität Ihrer Kampagnen und Ihre Landingpages zu beurteilen.

Übrigens, die Kosten für die Klicks auf Ihre Anzeigen hängen unter anderem davon ab, wie relevant Ihre Website im Hinblick auf die Suchanfragen erscheint. Daher haben alle Maßnahmen auch eine Auswirkung auf die Kosten für einen Klick auf Ihre Anzeige. Je günstiger dieser ist, desto optimaler schöpfen Sie Ihr Budget aus.

Natürlich ist noch kein perfekter Marketing Manager vom Himmel gefallen. Der Erfolg aller Online-Marketing-Strategien ist das Ergebnis harter Arbeit und fundierter Erfahrung. Nehmen Sie daher mit den Experten von List and Sell Kontakt auf, um eine optimale Online-Marketing-Strategie für Ihre Produkte aufzustellen.

2 comments

  • Flo
    Flo

    Super Beitrag. Dies zeigt mal wieder, wie enorm wichtig es ist, seine Zielgruppe zu kennen!

  • Roswitha
    Roswitha

    Hey Flo,
    vielen Dank! Und ja genau, so ist es.

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